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Wenn man eine Designerin sucht, die mit Humor, Experimentierfreudigkeit und Herzblut arbeitet, dann sollte man die Dänin Maria Berntsen kennen lernen. So heißt es in einem Interview, welches der dänische Journalist Christian Brorsen im Jahr 2004 mit der jungen Kreativen machte.
Für Maria Berntsen heißt Design in erster Linie, Gefühle aufzunehmen, sie zu verarbeiten und sie in ihre Gestaltungen einzuarbeiten. Schließlich kann der Computer nur das Hilfsmittel sein, einer guten Vorarbeit die optimale Form zu geben. Sie legt großen Wert darauf, dass ihre Produkte die Sinne der Menschen ansprechen, die sie gebrauchen. Formen müssen der menschlichen Physis entgegenkommen und gleichzeitig visuell ansprechen. Diese Gedanken zu einem guten Designentwurf fanden besonders oft Einsatz bei Big Apple, der Fruchtschale aus Kunststoff für die Firma Koziol. Maria Berntsen beherrscht die Fähigkeit, mit vielen verschiedenen Materialien umzugehen und sich auf deren Parameter einzustellen. Jedes Matarial bedeutet eine neue Herausforderung, in der Chancen und Risiken stecken. Eine Herausforderung der anderen Art war der Besteckentwurf für die Firma Georg Jensen. Maria Berntsen entwarf anlässlich des 100. Firmenjubiläums eine Besteckserie aus rostfreiem Edelstahl. Sie selbst sagt, dass der Entwurf schnell, spontan und sehr intuitiv entstand. So lag rasch das Modell vor und der Weg war frei für die Umsetzung des spannungsgeladenen und außergewöhnlichen Bestecks. Maria Berntsen sagt, dass allen Formen ein gewisse Energie zu eigen ist. Je stärker und positiver diese ist, umso erfolgreicher und bewegender ist der fertige Gegenstand. Die Designerin liebt die Arbeit und das Experiment mit neuen Materialien in Kombination mit einer konkreten Aufgabenstellung. Ihre Kenntnisse und Fertigkeiten erlernte Maria Berntsen an den Staatlichen Werkstätten für Kunst und Handwerk innerhalb einer handwerklichen Lehre, ihre theoretischen Fähigkeiten stammen aus dem Studium der Kunsthistorik an der Volksuniversität. Über Intuition und Lernprozesse während des Studiums und heute während der Arbeit denkt die Designerin sehr genau nach.
Sie ist froh um ihre eigene Unbedarftheit, die sie so intuitiv auf neue Projekte zugehen lässt. Maria Berntsen sagt sogar von sich selbst, dass der Formgebungsprozeß eines Produktes im direkten Zusammenhang mit der persönlichen Entwicklung stehe und die inneren Werte widerspiegele. Die Produktdesignerin arbeitet seit 1992 selbstständig. In ihrem Designbüro in Dänemark entstehen Möbelentwürfe, Leuchten und Gegenstände des täglichen Gebrauchs. Kürzlich entstanden Entwürfe für die Porzellanmanufaktur Rosendahl. Neben der Leitung des Designbüros lehrt Maria Berntsen an der Staatlichen Schule für Design in Dänemark. |
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