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Der Designer Wilhelm Wagenfeld ist einer der ersten Produktdesigner der neueren Zeit überhaupt. Er ist ein Pionier der ersten Stunde. Die macht ihn wohl auch so bekannt bis heute und die ist sicherlich einer der Mitgründe für den ganz außergewöhnlichen Erfolg seiner Entwürfe bis heute. Die Produkte sind von Eleganz, Zeitlosigkeit und verbinden stets das Schöne mit dem Praktischen. Es ist die pure Freude, eine Bauhaus Leuchte bei sich Zuhause zu haben. Denn diese Meisterleistung in Gestalt, Verarbeitung und Materialauffassung machen die Leuchte zu einem der Kultobjekte des Designs schlechthin, ein Meilenstein der legendären Bauhaus-Zeit.
Der Gestalter Wilhelm Wagenfeld wurde am 15. April 1900 in der Stadt Bremen geboren. Dort verbrachte er seine Kindheit. Als Jugendlicher absolvierte er eine Ausbildung in der Silberwarenfabrik Koch und Bergfeld in Bremen. Parallel zu der Ausbildung besuchte Wilhelm Wagenfeld die Kunstgewerbeschule in Bremen. Im Jahre 1919 zog er nach Hanau, um an der staatlichen Zeichenakademie ein Studium zu beginnen. Danach zog Wagenfeld für ein Jahr nach Bremen und hielt sich teilweise auch für Studienzwecke in Worpswede auf. 1923 ging der junge Gestalter an die staatliche Bauhaus Universität zu Weimar. Dort bildete sich Wilhelm Wagenfeld vor allem in den Techniken der Malerei weiter. Die Malwerksatt wurde zu dieser Zeit von dem bekannten Maler und Bauhaus-Dozenten Laszlo Moholy-Nagy geleitet. Erst im Jahr 1924 schloß der Gestalter seine Lehre mit der Gesellenprüfung zum Silberschmied und Ziseleur ab.
Er beginnt mit der Arbeit an dem Entwurf für die Tischlampen mit Metallfuß und Metallrohr. Danach arbeitet er noch weitere Entwürfe aus: einen für die berühmte Glaslampe und einen Entwurf für zwei Leuchten, die später erst in die Umsetzung kamen Im Jahre 1926 wird er zum Assistenten der Metallwerkstatt an der Bauhaushochschule in Weimar ernannt. Ab 1929 steigt er zum Lehrer und Leiter der Metallwerkstat auf und kann in dieser Funktion sein wahres Könne zeigen und gleichzeitig auch weitergeben. Danach sucht Wilhelm Wagenfeld nochmals den Weg und die Erfahrung in der freien Wirtschaft und geht in das Jenaer Glaswerk Schott & Gen. Nach diesem Angebot von der Wirtschaft zieht es den Gestalter wieder zurück an die Hochschule. Er wird Lehrer an der staatlichen Kunsthochschule in Berlin, zuletzt hat Wilhelm Wagenfeld dort sogar eine Professorenstelle inne und kann ungehindert seinen Entwürfe frei nachkommen. Doch schon bald, genau in den Jahren 1935 bis 1947 wird er künstlerischer Leiter der Vereinigten Glaswerke Lausitz in Weißwasser /Oberlaussitz. Neben dieser Tätigkeit hat er eine Stelle in der Porzellanfabrik Fürstenberg/Weser und in der Manufaktur Rosenthal in der Stadt Selb.
Während der Jahre 1943 bis zum des Krieges 1945 ist Wilhelm Wagenfeld Soldat. Danach siedelt er nach Berlin über, wo er an das Institut für Bauwesen berufen wird. Unter Anderem erhält er dort von Professor Scharoun Unterstützung in seiner kreativen Arbeit. Für ein Jahr, nämlich von 1948 bis 1949 hat er selbst eine Professur inne, nämlich in der Hochschule für bildende Künste in Berlin. Er leitet dort die Klasse für industrielle Formgebung. 1949 bis 1951 füllte Wilhelm Wagenfeld ein Stelle als Referent für industrielle Formgebung im Wüttembergischen Landesgewerbeamt in Stuttgart, wohin er auch ein Jahr später ganz übersiedelt. Dort gründet er dann seine eigen Werkstatt, die seinen Namen trägt und die er bis zu seinem Tod 1990 ein Stuttgart erfolgreich leitet.
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