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„Ich bin glücklich, Teil dieser Gruppe zu sein“, schreibt Michele De Lucchi im Jahr 2002 über seine Arbeit bei Artemide. Er entwirft seit 1979 für Artemide, seine erste Serie hieß Cyclos, „eine wahre Freude an Kreisen und Scheiben“, wie er selbst sagt.
Der Italiener wurde 1951 in Ferrara geboren. Das Studium begann der junge De Lucchi in Padua und beendete es an der Universität in Florenz. Nach Abschluß des Studiums 1975 erhielt er an der Universität Florenz einen Lehrauftrag. Seine Arbeit widmete er zahlreichen Möbelentwürfen für den Hersteller Alchimia. In den 80er Jahren kam seine kreative Kraft in den Konzepten für die Gruppe Memphis zur Entfaltung. Er arbeitete sehr früh mit Materialien, die bislang niemand im Design sinnvoll zum Einsatz gebracht hatte. Er erkannte jedoch, daß gutes Design auch die Zeit widerspiegelt, in der es entsteht. Aus diesem Grund eröffnete er sich neue Wege, erprobte Materialien und kam zu ungewöhnlichen und ebenso erfolgreichen Ergebnissen.
Michele De Lucchi verstand es das Kunststofflaminat, welches Memphis zu der Zeit herstellte, in seine Möbel einzubinden. Somit fand er als erster Designer eine Kombination so noch nicht gekannter Herstellungswege und Verkettungen. Hersteller, Material und Design kamen aus einer Firma und aus einer Hand, Materialproduktion, Entwurf und Realisation wurden in einer Firma zusammengetragen. Dadurch entstand eine Optimierung der Arbeitsschritte. Die Entwürfe von Michele De Lucchi machten es erstmals möglich. Diese Pionierleistung zeigt seine Talente in Organisation, Koordination, Materialkenntnissen und die Willenskraft, von der das Leben Michele De Lucchis geprägt ist. 1979 wurde er zum Berater für Olivetti in Italien. In dem Jahr begann er gleichzeitig seine Mitarbeit bei Artemide. Die von Erfolg gekrönte Arbeit für den italienischen Leuchtenhersteller machte de Lucchi berühmt. Seine Entwürfe Dioscuri, Logico und der mehrfach ausgezichenete Klassiker Tolomeo zeugen von seiner ungebrochenen visionären Kraft, die bis heute Kult-Status erreicht hat. |
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